Quellstein

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Textilfrei Trinkkur-Tradition Bismarck-Gast

Bad Kissingen

Berühmt wurde der Ort zuerst durchs Trinken, nicht durchs Baden — und durch einen Stammgast, der fünfzehnmal wiederkam.

Der Bismarck-Turm über Bad Kissingen, umgeben von herbstlichem Wald

Eine Trinkkur-Tradition, keine reine Bade-Geschichte

Anders als die anderen vier Orte in diesem Führer wurde Bad Kissingen zuerst durch seine Trinkkur-Quellen bekannt, allen voran die Rakoczy-Quelle — Gäste kamen historisch, um das Mineralwasser zu trinken, nicht primär, um darin zu baden. Erst später ergänzten Bade- und Saunaangebote die klassische Kurtradition des Ortes.

Der Kurpark von Bad Kissingen mit historischen Wandelhallen

Bismarck und die Obere Saline

Nach seinem ersten Kuraufenthalt 1874 kehrte Otto von Bismarck bis 1893 vierzehn weitere Male nach Bad Kissingen zurück — insgesamt fünfzehn Besuche. Während seiner Aufenthalte zwischen 1876 und 1893 wohnte er in der Oberen Saline und verbrachte dort über 60 Wochen seines Lebens. Am 30. Juli 1998, dem 100. Todestag Bismarcks, eröffnete in seinen ehemaligen Räumen das Bismarckmuseum mit rund 350 Quadratmetern Ausstellungsfläche.

Das moderne Thermalbad

Das heutige Thermalbad verfügt über zehn Becken und neun Saunen, darunter einen textilfreien SaunaPark sowie einen WellnessPavillon. Das Haus ist barrierefrei zugänglich und bietet auch einen eigenen Kinderbereich — ein deutlicher Kontrast zur reinen Trinkkur-Geschichte des Ortes.