Quellstein

Start / Die 5 Bäder / Wiesbaden

Textilfrei 64,6 °C Quelle Jugendstil, 1913

Wiesbaden — die Kaiser-Friedrich-Therme

Ein Reformarchitektur-Bau von 1913, gespeist von Wiesbadens zweitgrößter Thermalquelle — mit Mosaikfliesen, die 1999 aufwendig saniert wurden.

Die Jugendstil-Kuppel der Kaiser-Friedrich-Therme in Wiesbaden

Reformarchitektur statt Historismus

Die Kaiser-Friedrich-Therme entstand zwischen 1910 und 1913 nach Plänen des Architekten August O. Pauly. Anders als viele ältere Kurbäder verzichtete Pauly auf reinen Historismus und setzte stattdessen stark auf Elemente der Reformarchitektur und des Jugendstils — ein bewusst moderneres Erscheinungsbild für ein Bad, das dennoch auf einem jahrhundertealten Thermalvorkommen steht.

Mosaikfliesen im Irisch-Römischen Bad der Kaiser-Friedrich-Therme

Die Adlerquelle — Wiesbadens zweitgrößte Therme

Gespeist wird das Bad von der Adlerquelle, der zweitgrößten Thermalquelle Wiesbadens, mit einer Wassertemperatur von 64,6 °C. Wiesbaden zählt zu den ältesten Kurorten Deutschlands — der Name der Stadt selbst verweist auf die "Wiesen-Bäder", die schon in römischer Zeit rund um die heißen Quellen entstanden.

Sanierung der Mosaikhalle 1999

Das Irisch-Römische Bad mit seinen kunstvollen Mosaikfliesen wurde 1999 für rund vier Millionen D-Mark umfassend saniert und um mehrere zusätzliche Räume erweitert — eine der größten Restaurierungsmaßnahmen an einem historischen Kurbad in Hessen in diesem Zeitraum.